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Der Unterschied zwischen einer Legasthenie und der Rechtschreib- / Leseschwäche

Bei der Rechtschreib- und Leseschwäche (LRS)  handelt es sich

um Schwierigkeiten, welche sich meist durch falsches Erlernen,

durch persönliche Einschnitte im Leben eines Kindes

oder durch Krankheit, langsam einschleichen. 

Diese Rechtschreibdefizite lassen sich oft durch Auffüllen der Lücken,

durch Üben und durch eine allfällige Psychotherapie beheben. 

 

Anders ist es jedoch bei der Legasthenie. Diese wird meist vererbt und Schwierigkeiten im Umgang mit der Sprache finden sich oft in der Familie wieder. Kinder mit einer Legasthenie haben eine andere (differente) Wahrnehmung und zeigen im Umgang mit Buchstaben und Sprache eine Aufmerksamkeitsstörung, welche einem AD(H)S ähnlich sein kann. Doch beschränkt sich diese nur auf den Spracherwerb und besteht nicht in generalisierter Form.

Oft Berichten Eltern mit Kindern, die eine Legasthenie aufweisen, dass sie stundenlang und oft mit schlechtem Ergebnis Diktate üben, sich aber dennoch immer die gleichen oder noch mehr Fehler einschleichen. Die Gross- und Kleinschreibung sei zum Davonlaufen und beim Lesen komme man sich vor wie in einer Zaubershow, weil Endungen oder ganze Wörter weggelassen oder ganz andere Worte in den Text gezaubert werden. Fantasie haben diese Kinder auf jeden Fall. Dies sei zum Verzweifeln!

Diktate schreiben ist für diese Kinder eine Tortur

 

Wie gestaltet sich das Training bei der Legasthenie

Bei Kindern mit Legasthenie braucht es eine gezielte Abklärung, um die differenten Wahrnehmungsbereiche zu erkennen. Diese gilt es nämlich vorrangig zu trainieren. Erst dann, kann an der Sprache selbst trainiert werden. So beinhaltet das Training gezielte Übungen zur Konzentrationssteigerung, zur Verbesserung der Wahrnehmungsbereiche (optischer, akustischer und räumlicher) und dann einem gezielten Rechtschreibtraining nach einer Testung und einem Anamnesegespräch. Eltern erschrecken oft, wenn man im Training mit dem Automatisieren des ABC's beginnt. Doch reichen die Wahrnehmungsprobleme ins frühe Kindesalter zurück und deshalb gilt es, den Lernstoff auf eine etwas andere Art zu wiederholen und zu automatisieren. Und das beginnt beim Alphabet... 

 

Vielleicht können Sie anhand dieser Ausführungen erkennen, dass dies so in der Schule nicht machbar ist. Es braucht einfach mehr! 

Weiterführende Informationen erhalten Sie über folgenden Link: https://www.legasthenie.at/

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